Zum Thema

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass bei ca. 30% aller Menschen das Persönlichkeitsmerkmal Sensibilität eine hochsensible Ausprägung hat. Sie haben die angeborene Fähigkeit, Reize intensiver und detaillierter aufzunehmen und diese auch im Gehirn tiefer und gründlicher zu verarbeiten als andere Menschen. Zur Gruppe der Introvertierten zählt die überwiegende Mehrheit der Hochsensiblen. Sie brauchen Zeit und passende Rahmenbedingungen, um sich auf eine (neue) Situation einstellen zu können. Gerne verbringen sie Zeit mit sich oder in Kleingruppen. Dagegen suchen extrovertierte Hochsensible stetig nach neuen Eindrücken und Impulsen und blühen in Gesellschaft anderer regelrecht auf.

Es gibt nicht „den“ hochsensiblen Menschen. Das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität zeigt sich sehr individuell.

Für hochsensible Menschen und ihre Angehörigen ist es eine Herausforderung, den hochsensiblen Anteil gut „kennenzulernen“ und den Lebensalltag entsprechend zu gestalten. Ziel ist es, dass hochsensible Menschen Ihre Sensibilität als positiven Lebensaspekt und als eine besondere Stärke erleben können.

Die vielfältigen Anforderungen des Alltags, häufiges Unverständnis „der Anderen“ wie auch eigene hohe Ansprüche (bereits bei Kindern) führen immer wieder dazu, dass Hochsensibilität als Belastung erlebt wird, nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern auch von ihren Angehörigen, weiteren Betreuungspersonen oder im Kolleg*innenkreis.